Seit 1608
Verein & Chronik
Über 400 Jahre Schiessen in Ufhusen – vom Schiessplatz an der Staatsgrenze bis zur 400-Jahr-Feier 2008.
Der Wehrverein Ufhusen ist der älteste Verein in Ufhusen. Der Schiessplatz Ufhusen wurde 1608 erstmals erwähnt.
Unser 300-m-Schiessverein prägt Ufhusen durch seine guten Leistungen an diversen Schützenfesten. Wir bieten ein breites Trainingsangebot und ermöglichen unseren Mitgliedern, sich in verschiedenen Disziplinen zu verbessern.
Chronik
Über 400 Jahre Schiessen in Ufhusen
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1608
In der Chronik des Kantonalschützenverbandes Luzern steht, dass es schon 1608 in Ufhusen und Hilferdingen je einen Schiessplatz gegeben haben muss. Offenbar war die Obrigkeit in Luzern sehr daran interessiert, dass an der Staatsgrenze Leute im Schiessen ausgebildet wurden, die dort rasch aufgeboten werden konnten. Eine schon seit 1596 bestehende Schützenordnung hielt fest: «Die für den Kriegsdienst ausgezogenen Schützen sollen wenigstens sechsmal im Jahr auf einer Zihlstatt der Stadt oder Landschaft schiessen. Die letzte Übung im Jahr war gewöhnlich ein festlicher Anlass.»
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1646
Die Schützen von Zell und Ufhusen gründen eine Sebastiansgesellschaft. Dies ist in einer Urkunde von Pfarrer Heinrich Alt, Ufhusen, festgehalten.
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1658 bis 1765
In den Protokollen sind alle Schützenmeister erwähnt. Diese waren jeweils auch Kassier und immer auf ein Jahr gewählt. Jährlich fand ein Wechsel zwischen Ufhusen und Zell statt.
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1713
Die Kasse verzeichnet einen Bestand von 3 Gulden und 18 Batzen. Diese Restanz sei beim Einbruch der «Bärneren» geraubt worden, worauf man dem Schützenmeister den Betrag nachgelassen habe.
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1765
Im Beisein der ehrenden Männer Leutnant Josef Dubach, Zell, Balz Hodel zu Rufswil und Johannes Hodel wird die ganze Rechnung zwischen Zell und Ufhusen liquidiert – bis auf einen halben Zins von 50 Gulden, den die «Zäller» nicht haben geben wollen.
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1788
Im Anhang der Chronik des Luzerner Kantonalschützenvereins ist bereits die Schützengesellschaft Ufhusen aufgeführt.
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1837
Eine Rechnung der Schützengesellschaft enthält einen Posten von Fr. 3.80 für das Schützenhaus – damals stand also bereits ein Schützenhaus. Vermögen: Fr. 105.26. Als Schützenmeister zeichnete Lorenz Bernet, als Fähnrich Alois Huber; die Schützen hatten also schon eine Fahne. 1838 kostete das Waschen und Ausbessern der Schützenfahne 25 Rappen.
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1843
In der Rechnung steht: «Für 9 Mass Wein und Brod an das Festmilitär, die Musikanten und die Schützen Fr. 7.70. An Schreiner Kasp. Kneubühler für Nägel zu verschiedenem Gebrauch im Schützen- und Zeigerhaus nebst Holz Fr. 2.–»
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1863
Fr. 50.– Gabensatz an den Schiesstagen, ein Abendbrot für Schützenrat und Zeiger Fr. 9.40, die Tanzbewilligung Fr. 1.70, ein Trunk für Militär und Schützenrat Fr. 13.50 und Fr. 30.– für die Spielleute.
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1865
Das Militärdepartement des Kantons Luzern bewilligt der Schützengesellschaft Ufhusen für den 16. und 17. Oktober ein Ausschiessen mit Stich- und Kehrscheibe, Gabensumme Fr. 190.–
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1871
Die Schützengesellschaft Ufhusen wird in Wehrverein Ufhusen umbenannt.
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1888
Der Wehrverein erhält eine neue Fahne mit dem Sinnspruch «Sind wir einig, sind wir stark.»
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1920
Die sumpfige Schiessanlage im Wydenloch wird mit einer Holzscheibenführung neu gebaut.
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1922
Schützenfest unter dem Organisationspräsidium von Josef Gräniger, Wirt zur Eintracht.
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1923
Nach nur drei Jahren sind die Scheibenführungen verfault; 1924 werden sie aus Eisen erstellt. Doch Mauern und Eisen leiden unter dem Sumpfwasser, im kalten Winter 1928 reissen die Mauern auseinander. Man schiesst wieder mit Steckscheiben und sucht einen besseren Standort. Zwei Vorstände demissionieren aus Protest gegen die fehlende Unterstützung der Behörden.
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1934
Weihe der zweiten Schützenfahne mit dem Motto «Sind wir einig, sind wir stark».
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1936
Die Gemeindeversammlung weist dem Wehrverein am 19. April mit 59 gegen 9 Stimmen einen neuen Schiessplatz in der Lienichaspers Ebene zu. Nach mehreren Rekursen aus der Nachbarschaft – bis nach Gondiswil – verzichtet man dem Dorffrieden zuliebe und sucht im Wydenloch nochmals eine bessere Lösung.
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1937
Im Wydenloch wird die heutige Schiessanlage mit 10 Scheiben gebaut – rechtzeitig für das Jubiläumsschiessen 1938 unter OK-Präsident Josef Wüest, das ein voller Erfolg wird.
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1958
350-Jahr-Schiessen, wiederum unter Josef Wüest. Einmalig: das Festspiel «Rufst Du mein Vaterland» von J. Wüest jun. – elf Bilder, rund 300 Mitwirkende, aus jedem Haushalt ein bis zwei Personen, viermal vor voller Festhütte.
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1983
375-Jahr-Schiessen mit OK-Präsident Emil Flückiger.
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1988
Erfolgreiches Standartenweihschiessen unter derselben OK-Leitung – mit der Weihe einer eigenen Vereinsstandarte.
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2008
400-Jahr-Feier am 11. bis 13. Juli unter OK-Präsident Fritz Bösiger: Fürobebier, Dörfliabend mit den Dorfvereinen und dem Duo Tirol, Festgottesdienst und Weihe der neuen Vereinsfahne in der Fridli-Buecher-Halle. Adieu, Banner von 1934!
Für getreue Chronik: Albert Wüest, Kriens
Vorstand
Wer im Verein anpackt
- GS PräsidentGuido Steinmann
- HB VizepräsidentHans Bättig
- TB AktuarThomas Bättig
- SB Kasse und JS-LeiterSimon Bernet
- BB MunitionBeat Bättig
- TK SchiessenThomas Kneubühler

Schiessanlage Wydenloch
10 Scheiben, 300 Meter
1937 wurde im Wydenloch die heutige Anlage gebaut – rechtzeitig zum Jubiläumsschiessen 1938. Hier trainieren wir, schiessen das Obligatorisch und feiern das Herbstschiessen.
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